Automatisiertes Laserschweißen

Laserschweißzellen für saubere Nähte

Wo Optik zählt, der Verzug klein bleiben muss und Nacharbeit teuer ist, spielt das Laserschweißen seine Stärken aus. Automatisiert wird daraus ein reproduzierbarer Prozess.

Worum es geht

Was Laserschweißen anders macht

Beim Laserschweißen bringt ein gebündelter Lichtstrahl die Energie sehr konzentriert in eine kleine Fläche ein. Dadurch wird die Naht schmal, die Wärmeeinflusszone bleibt klein und das Bauteil verzieht sich deutlich weniger als beim Lichtbogenschweißen. Häufig entfällt dadurch das Richten hinterher.

Zweiter Effekt: Die Nahtoptik ist gleichmäßig und oft ohne Nacharbeit vorzeigbar. Das ist überall dort ein Argument, wo die Schweißnaht später sichtbar bleibt, etwa bei Edelstahlverkleidungen, Behältern oder Möbeln.

  • Schmale Naht, kleine Wärmezone
  • Kaum Verzug, weniger Richten
  • Sichtnähte ohne Nacharbeit

Einordnung

Laser, MAG oder WIG?

Kein Verfahren ist grundsätzlich besser. Es kommt auf Werkstoff, Blechdicke, Nahtform und darauf an, was die Naht später leisten muss.

Vergleich der Schweißverfahren
KriteriumLaserMAGWIG
Geschwindigkeitsehr hochhochniedrig
Wärmeeintrag und Verzugsehr geringhochmittel
Nahtbild ohne Nacharbeitsehr gutmittelsehr gut
Toleranz bei Spaltengering, Bauteil muss passenhochmittel
Typische Blechdickedünn bis mittelmittel bis dickdünn bis mittel
Aufwand für Vorrichtunghochmittelmittel

Die Angaben sind als grobe Orientierung gedacht. Für Ihr Bauteil prüfen wir das konkret, gern auch anhand einer Zeichnung oder eines Musterteils.

Voraussetzungen

Worauf es beim Laser besonders ankommt

  • Passgenaue Bauteile

    Der Laserstrahl ist schmal. Große Spaltmaße kann er nicht überbrücken. Zuschnitt und Vorbereitung müssen deshalb sauber sein.

  • Stabile Spannung

    Das Bauteil muss sicher und wiederholgenau fixiert sein. Die Vorrichtung ist beim Laserschweißen oft der aufwändigste Teil der Zelle.

  • Laserschutz

    Eine Laserschweißanlage braucht eine geschlossene Schutzeinhausung und geregelten Zugang. Das ist Teil der Anlagenplanung, nicht Zubehör.

  • Nahtführung

    Weil der Strahl so genau trifft, lohnt sich je nach Bauteil eine Sensorik zur Nahtverfolgung, die Lageabweichungen ausgleicht.

Fertig geplant

Unsere Laser-Standardzellen

Zwei Zellen mit Laserschutzkabine, zertifiziert nach T2. Zusammenstellung, Technik und Preis stehen fest. Wir halten die Zellen vor: heute bestellt, kurzfristig geliefert, ohne Planungsrunde.

WSH Laser S: Laserzelle mit WSH-Logo, Sichtfenster und Laserquelle daneben, Rendering mit KI erstellt Mit KI erstellt

WSH Laser S

Kompakte Laserzelle mit Roboter, ausgelegt für Punktschweißungen und kurze Nähte.

Im Lieferumfang

  • Roboter Fanuc ArcMate 50iD oder RBW 8
  • Laserquelle Diodela oder Maxphotonics
  • Laserschutzkabine, zertifiziert nach T2 (Gutachten)
  • Absaugung Novus Aircase
  • Optional: Drehtisch Motec
  • Optional: Nahtverfolgung Scansonic
  • Optional: Offline-Programmierung ArcNC

ab 139.000 €

3D-Ansicht einer Laserzelle mit Roboter, Laserquelle und Absaugung Musterbild

WSH Laser L

Für lange Nähte und große Bauteile, auf Wunsch mit Beladung von oben.

Im Lieferumfang

  • Roboter mit größerer Reichweite
  • Laserquelle mit höherer Leistung
  • Große Laserschutzkabine, zertifiziert nach T2
  • Absaugung Novus
  • Optional: Drehtisch Motec
  • Optional: Nahtverfolgung Scansonic
  • Optional: Offline-Programmierung ArcNC

Preis auf Anfrage

Offline-Programmierung

Programmieren am PC, nicht an der Anlage

Mit ArcNC entstehen die Roboterprogramme direkt aus dem CAD-Modell, während die Zelle weiter schweißt. Wir liefern die Software und die Integration für alle Anlagen mit Fanuc Roboter, dazu auf Wunsch die Nahtverfolgung mit Scansonic Sensor.

  • Kein Stillstand Neue Bauteile werden am Rechner vorbereitet
  • Aus dem CAD-Modell Nähte, Bahnen und Anstellwinkel aus den 3D-Daten
  • Nahtverfolgung Scansonic Sensor gleicht Toleranzen im Bauteil aus

Software oder komplette Integration: Sie entscheiden. Mehr zu ArcNC oder direkt anfragen.

Aus der Praxis

Laserzellen, die wir gebaut haben

Drei sehr unterschiedliche Aufgaben, dieselbe Technik im Kern: von der Serienanlage in der Bahntechnik über die Kompaktkabine für Punktschweißungen bis zur schlanken Zelle für Ausbildung und Versuche.

FANUC ArcMate Roboter mit Laseroptik am Schweißtisch

Bahntechnik, Schweiz

Serienanlage mit Nahtverfolgung für Bahnteile, geliefert in zehn Tagen.

RBW Roboter mit Laseroptik in der kompakten Laserschutzkabine

Laseranwendung

Kompakte Kabine für Laser-Punktschweißungen auf kleiner Stellfläche.

Geschlossene Laserzelle mit Laserschutzverglasung, der Roboter ist dahinter sichtbar

Ausbildung und Versuch

Einstiegszelle für Ausbildung und Versuchsreihen.

Technologie

Womit wir arbeiten

Für das automatisierte Laserschweißen arbeiten wir mit Diodela zusammen. Welche Strahlquelle und welcher Bearbeitungskopf passen, hängt von Werkstoff, Blechdicke und Nahtform ab und wird im Projekt festgelegt.

Lieber von Hand statt automatisiert?

Nicht jede Aufgabe braucht eine Zelle. Für Reparaturen, Einzelstücke und Arbeiten direkt am Bauteil gibt es handgeführte Laserschweißgeräte. Unser Kooperationspartner Wenzel Schweißtechnik berät dazu, schult darauf und vermietet Geräte zum Ausprobieren.

Zum Handlaserschweißen bei Wenzel Schweißtechnik

Kurz gefragt

Häufige Fragen dazu

Wie dick dürfen die Bleche beim Laserschweißen sein?

Das hängt von Strahlquelle, Werkstoff und Nahtform ab. Der Laser spielt seine Stärken vor allem bei dünnen bis mittleren Blechdicken aus. Für dickere Querschnitte ist häufig MAG die wirtschaftlichere Wahl. Wir prüfen das anhand Ihres Bauteils.

Braucht eine Laserzelle eine Einhausung?

Ja. Laserstrahlung erfordert eine geschlossene Schutzkabine mit geregeltem Zugang und geeigneten Sichtfenstern. Das ist fester Bestandteil der Anlagenplanung und wird zusammen mit der Risikobeurteilung festgelegt.

Wie genau müssen meine Bauteile vorbereitet sein?

Deutlich genauer als beim MAG-Schweißen. Weil der Strahl schmal ist, kann er größere Spalte nicht überbrücken. Zuschnitt, Kantvorgang und Vorrichtung entscheiden mit darüber, ob sich das Verfahren für Ihr Teil eignet.

Lohnt sich Laser auch bei kleinen Stückzahlen?

Möglich, aber es kommt auf die Nacharbeit an. Wenn beim bisherigen Verfahren viel gerichtet, geschliffen oder poliert werden muss, rechnet sich der Laser oft schon bei kleineren Serien, weil dieser Aufwand entfällt.

Ihre Frage ist nicht dabei? Alle Fragen ansehen oder direkt fragen.

Passt das zu Ihrem Bauteil?

Stellen Sie Ihre Schweißzelle in wenigen Schritten zusammen und erhalten Sie eine erste Einschätzung, oder sprechen Sie direkt mit uns.