Häufige Fragen
Antworten auf die häufigsten Fragen
Kosten, Verfahren, Ablauf und Service: die Fragen, die uns Interessenten am häufigsten stellen, kurz und ohne Umschweife beantwortet.
Wirtschaftlichkeit
Was kostet eine Schweißzelle?
Der Preis hängt vor allem an Vorrichtung, Handling und Sicherheitstechnik, nicht am Roboter allein. Eine kompakte Cobot-Zelle liegt deutlich unter einer mehrachsigen Sonderanlage mit Fertigungsstraßen-Anbindung. Nach einem Blick auf Ihr Bauteil nennen wir eine belastbare Größenordnung, bevor Aufwand entsteht.
Wann rechnet sich die Automatisierung?
Rechnen Sie nicht nur die reine Schweißzeit, sondern auch Nacharbeit, Ausschuss und Rüstzeiten. Je öfter ein Bauteil wiederkehrt und je mehr Nacharbeit heute anfällt, desto schneller amortisiert sich die Anlage. Wir schätzen das im Erstgespräch anhand Ihrer Zahlen ein.
Lohnt sich das auch bei kleinen Serien?
Oft ja. Entscheidend ist nicht die Stückzahl, sondern die Wiederholung. Kommt ein Bauteil regelmäßig wieder, lässt sich das Programm erneut aufrufen. Cobots sind hier im Vorteil, weil das Umrüsten Minuten dauert statt Stunden.
Gibt es Fördermittel für Automatisierung?
Bund und Länder fördern Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung über verschiedene Programme, die sich regelmäßig ändern. Wir weisen im Projekt auf passende Möglichkeiten hin, die Antragstellung selbst läuft über Sie oder Ihre Förderberatung.
Technik und Verfahren
Cobot oder Industrieroboter, was ist besser?
Es kommt auf Ihre Fertigung an. Cobots punkten bei vielen Varianten, wenig Platz und schnellem Umrüsten. Industrieroboter sind stärker bei hohen Stückzahlen, langen Nähten und kurzen Taktzeiten. Häufig entscheidet das konkrete Bauteil, nicht die Bauart.
MAG, WIG oder Laser, welches Verfahren passt?
MAG ist schnell und toleriert Spalte, eignet sich für mittlere bis dicke Bleche. WIG liefert saubere Nähte bei dünneren Querschnitten. Laser schweißt sehr schnell mit wenig Verzug, verlangt dafür passgenaue Bauteile. Werkstoff und Nahtform geben die Richtung vor.
Welche Werkstoffe lassen sich automatisiert schweißen?
Baustahl, Edelstahl und Aluminium sind der Regelfall, auch Mischverbindungen sind je nach Anwendung möglich. Der Werkstoff bestimmt Verfahren, Stromquelle und Schutzgas. Bei anspruchsvollen Werkstoffen prüfen wir das vorab an einem Musterteil.
Wie genau müssen meine Bauteile sein?
Je enger das Verfahren, desto genauer das Bauteil. MAG verzeiht Spaltmaße am ehesten, Laserschweißen am wenigsten. Wichtiger als absolute Genauigkeit ist Wiederholbarkeit: Die Teile müssen untereinander gleich sein, damit ein Programm für alle passt.
Ablauf und Integration
Wie läuft ein Projekt bei Ihnen ab?
In sechs Schritten: Analyse Ihres Bauteils, Konzept mit Empfehlung, Konstruktion, Fertigung und Erprobung, Integration in Ihre Produktion, danach Schulung und Service. Sie haben dabei durchgehend denselben Ansprechpartner.
Wie lange dauert es bis zur laufenden Anlage?
Je nach Umfang mehrere Wochen bis Monate. Den größten Anteil haben Konstruktion und Fertigung der Vorrichtungen, nicht die Roboterprogrammierung. Einen konkreten Zeitplan erhalten Sie zusammen mit dem Konzept.
Wie viel Platz brauche ich in der Halle?
Eine kompakte Cobot-Zelle kommt oft mit der Fläche eines größeren Schweißtisches aus. Eingehauste Anlagen und Laserzellen brauchen mehr. Den Bedarf klären wir bei der Analyse vor Ort, inklusive Zugang, Anschlüssen und Absaugung.
Können Sie in eine bestehende Fertigung integrieren?
Ja, das ist der Regelfall. Wir binden die Anlage an vorhandene Abläufe, Absaugung und Sicherheitstechnik an. Auch die Erweiterung einer bereits vorhandenen Zelle ist häufig möglich und günstiger als eine Neuanschaffung.
Betrieb, Schulung und Service
Muss jemand programmieren können?
Für Cobot-Zellen nicht. Sie werden von Hand geführt und über ein Bediengerät eingerichtet. Ihre Mitarbeitenden lernen an der eingebauten Anlage, wie sie neue Bauteile selbst anlegen. Bei komplexeren Anlagen stimmen wir den Schulungsumfang ab.
Was ist mit Schulung nach der Übergabe?
Die Einweisung an der fertigen Anlage gehört zum Projekt. Darüber hinaus bietet die Kooperation Schulungen, Personalqualifizierung, Schweißaufsicht sowie Verfahrens- und Schweißprüfungen an.
Wer kümmert sich um Wartung und Ersatzteile?
Wir. Zum Angebot gehören jährliche Prüfungen und Wartungen von Schweißanlagen, Robotern und Absauganlagen, Reparaturen sowie Serviceberatung vor Ort. Ersatzteile laufen über den eigenen Komponentenbereich.
Wie sicher ist eine automatisierte Schweißzelle?
Zu jeder Anlage gehört eine Risikobeurteilung, aus der sich der Schutzumfang ergibt: Blendschutz, Abschrankung, Not-Halt und Absaugung. Auch ein Cobot bekommt Schutzmaßnahmen, weil Lichtbogen, Hitze und Rauch unabhängig vom Robotertyp wirken.
Frage nicht dabei?
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir antworten in der Regel am nächsten Werktag.

